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Aargauer Zeitung, 23.01.2008

Das vergrösserte Sauriermuseum bald attraktiver

Von: Geri Hirt

Ein zusätzlicher Raum wird künftig die Präsentation von Wechselausstellungen sowie die Demonstration von Präparierungsarbeiten ermöglichen.

Im Rahmen der Renovation des Schulhauses 1912 ist das Sauriermuseum im Untergeschoss um einen Raum erweitert worden. Darin soll ein Schaupräparationstisch Aufstellung und sollen Wechselausstellungen Platz finden. Der Eingangsbereich ist zudem attraktiver gestaltet worden.

Der neue Raum wird mit einem Präparationstisch eingerichtet.Der neue Raum wird mit einem Präparationstisch eingerichtet. (Foto: Geri Hirt)

Der neue Ausstellungsraum, der neue Möglichkeiten bietet, ist fertig gestellt: Die ehemalige Dusche der einstigen Militärunterkunft ist in einen hellen Raum mit Parkettboden und flexiblem Beleuchtungssystem umgewandelt worden. Einzig kleinere Abschlussarbeiten sind noch zu erledigen. In den nächsten Monaten wird die entsprechende Einrichtung folgen. Die engagierte Museumsleiterin Monica Rümbeli hat viele Ideen, die sich nun realisieren lassen. Sie denkt an Wechselausstellungen zu spezifischen Themen. «In Zusammenarbeit mit andern Museen wie dem Sauriermuseum Aathal bieten sich viele Möglichkeiten, so auch in Bezug auf Wanderausstellungen und Leihgaben», erklärt Monica Rümbeli. An Themen fehlt es nicht, die Museumsleiterin nennt einige Möglichkeiten wie die Präsentation von Saurierzähnen, Schädelformen, Krallen usw. Ein besonderes Anliegen ist Monica Rümbeli die Einrichtung eines Präparationstisches, wo die Präparation von Saurier- und Ammonitenfunden gezeigt werden kann. Seit zwei Jahren besucht sie regelmässig entsprechende Kurse bei Ben Pabst im Sauriermuseum Aathal. Dies gab nicht nur hervorragende Möglichkeiten, dieses Handwerk zu erlernen, sondern auch sehr gute Kontakte zum dortigen Museum. «Mit einfachen Hilfsmitteln möchte ich Interessierten einen Einblick in diese Tätigkeit geben», erklärt Monica Rümbeli. Sie ist auch überzeugt, dass solche Aktivitäten sowie Wechselausstellungen die Attraktivität des Sauriermuseums Frick steigern werden.

Raubsaurier wird Attraktion
Das im vergangenen Jahr bei Grabungen in der Gruhalde entdeckte Raubsaurier-Skelett wird von Ben Pabst präpariert. Gleichzeitig untersuchen zwei Palänotologie-Studenten das Skelett im Rahmen ihrer Masterarbeit. Unter der Leitung von Dr. Winand Brinkmann, der als Nachfolger von Hans Rieber der Saurierkommission Frick angehört, wird versucht, die Saurierart mittels Vergleich mit Funden in Deutschland zu eruieren. Diese Arbeiten dürften noch im Verlaufe dieses Jahres abgeschlossen und der Raubsaurier nach Frick zurückgebracht werden. Der als sensationell geltende Fund wird zweifellos zu einem neuen Anziehungspunkt werden.

Im vergangenen Jahr ist bei Bauarbeiten am Höhenweg in Frick ein fast komplettes Skelett eines Plateosauriers gefunden worden. Dieses wird als Leihgabe an die Universität Leiden in Holland geliefert. Zwei Vorderextremitäten eines weiteren Sauriers ? Raritäten in Frick ? werden vermutlich ebenfalls in Frick ausgestellt. Dank der räumlichen Vergrösserung, der Einrichtung eines Präparationstisches sowie der noch in diesem Jahr zu erwartenden Präsentation der erwähnten neuen Funde wird die Attraktivität des Sauriermuseums Frick wesentlich gesteigert.

Die Eingangspartie mit Infotafeln ist neu gestaltet worden. Museumsleiterin Monica Rümbeli erläutert die Neuerungen.
Die Eingangspartie mit Infotafeln ist neu gestaltet worden. Museumsleiterin Monica Rümbeli erläutert die Neuerungen. (Photo: Geri Hirt)