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Aargauer Zeitung, 24.03.2003

Der Dinosaurier und das blaue Häschen

 

FRICK · Autorenlesung mit Hanna Johansen wohnten im Sauriermuseum viele junge Zuhörer bei

Atmosphäre und Ambiente im Sauriermuseum von Frick passten ganz wunderbar zum Thema der Buchlesung «Omps! Ein Dinosaurier zu viel», von und mit der Schriftstellerin Hanna Johansen.

Gespannt lauschten die jungen Zuhörer, wie es mit dem kleinen, seltsamen Ungetüm aus dem ersten Kinderbuch «Dinosauriere gibt es nicht» weitergeht. Schon da hatte Dinos Besitzerin Zawinul einige Probleme mit ihm. Nicht nur, dass er sehr anhänglich war und nie allein sein wollte - nein, er war auch eine echte Nervensäge und fragte ununterbrochen an den passenden und unpassenden Stellen «Warum, warum, warum»? Er war ein Naseweis und manchmal ziemlich störrisch.

Auch im zweiten Roman hat sich natürlich das eher ungewöhnliche Haustier nicht geändert. Der Dino bekommt Gesellschaft, auf die er wohl gern verzichtet hätte. «Alle wissen, wie ein kleiner Hase aussieht und alle wissen auch, wie die Farbe Blau aussieht», beginnt die Autorin ihr neues Buch. «Und das diese Dinge nicht gleichzeitig vorkommen, ist auch bekannt. Und dennoch entdeckte Zawinul einen niedlichen blauen Hasen unter dem Schrank. Er war geschlüpft aus einem alten Osterei von ihrer Fensterbank.»

Beim Dino ist der Neuankömmling keinesfalls willkommen. Sie beissen, kratzen, boxen sich, veranstalten wilde Jagden durch die Wohnung. Dabei krachen Bücherregale um und der Fernseher geht zu Bruch. Zu Dinos Leidwesen zieht er dabei immer den Kürzeren, das Häschen ist flink, schlägt Haken. Dino dagegen kracht dabei regelmässig gegen die Wand oder die Möbel. Zawinul hat es mit ihren beiden Mitbewohnern wirklich nicht leicht. Hanna Johansen erzählte ihren kleinen Gästen amüsant und spannend von den unglaublichsten Dingen und Ereignissen. Sie verstand es, mit ihren Worten zu fesseln, auch mit all dem Beiwerk, das sie mitgebracht hatte: Saurier, Dino-Eier oder -Knochen. «Ich möchte nicht nur lustige und unterhaltsame Geschichten über Tiere für Kinder aufschreiben, sie sollen biologisch auch richtig sein», erklärte sie die Inhalte.

In Bremen geborene Autorin
1983 schrieb die in Bremen geborene Autorin ihr erstes Buch: «Bruder Bär und Schwester Bär». Es folgten weitere Erzählungen über Siebenschläfer, Gans, Ente, Hähnchen, Eule, Maulwurf, Maus und Fisch. Auch Bücher für Erwachsene schrieb Hanna Johansen. Es sind Lebens- und Familiengeschichten, meist ernsthaft der Hintergrund, doch leicht im Stil. Die Schriftstellerin lebt seit 1970 in der Schweiz, davon 30 Jahre in Zürich. Für ihre Literatur erhielt sie zahlreiche Preise, auch international. (ari)


Dino und Ei Schriftstellerin Hanna Johansen
bei ihrem Auftritt in Frick. foto: ari