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Aargauer Zeitung, 26.03.2001

Alles dreht sich um den Dino

Von: Geri Hirt

Frick: Künstlerischer Schmuck im Verkehrskreisel bei der A3-Ausfahrt enthüllt

Seit Samstag dreht sich in Frick wortwörtlich alles um einen Dinosaurier - zumindest beim Kreisel bei der Autobahn-Ausfahrt. Ein 4 Meter grosser Dino aus Stahl, das Werk des jungen Effinger Eisenkünstlers Daniel Schwarz, ist mit einem Fest eingeweiht worden.
Frick bereitete dem Dinosaurier einen grossen Bahnhof. «Jurassic Park im Fricktal, und das im 21. Jahrhundert», rief Baudirektor Peter C. Beyeler aus, dessen Festansprache im Mittelpunkt der offiziellen Feier stand. Die Vergangenheit sei auferstanden, ein gewaltiger Dino in seine Heimat zurückgekehrt. Bald werde man nicht mehr von «Frick im Fricktal» sprechen, sondern von «Frick beim Dinosaurier», prophezeite Beyeler. Er sei immer wieder beeindruckt, wie nahe wir an Zeugen uralter Weltgeschichte lebten. «Der Gedanke, dass vor Millionen von Jahren riesige Tiere durch diese Gegenden stapften und Tonnen von Grünzeug vertilgten, ist bewegend.» Immer mehr Dinos machten sich damals den Lebensraum streitig, bis die Population aufgrund der Überbevölkerung auszusterben begann. Mit Blick auf den Dino im Verkehrskreisel meinte Beyeler, dass die Menschen mit ihren Autos heute auf einem Pfad der «Überbevölkerung» angelangt seien, in dem sie sich in täglichen Staus den Raum streitig machten. Dieses Szenario wolle man verhindern und trotz mehr Mobilität einen flüssigen Verkehr ermöglichen und die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft voranbringen, aber gleichzeitig durch gescheite Massnahmen die Qualität des Wohnraums und der Landschaft steigern. «Die Politik, die Wirtschaft und wir alle werden gefordert sein, im Kreisel der heutigen, hektischen Entwicklung den richtigen Abgang, das richtige Mass des Wachstums zu finden.»

Eine Zeitepoche wird sichtbar
Vizeammann Hermann Herzog, der die geladenen Gäste begrüsste, wies darauf hin, dass Frick Fundort des grössten Sauriers sei. Die Idee, einen Saurier im Kreisel zu platzieren, stammt von Monika Hüsser - Daniel Schwarz setzte die Idee gekonnt um. Das Echo auf den Kinderzeichnungswettbewerb von Verkehrsverein Frick mit Präsident Bruno Schmid und AZ mit insgesamt 791 eingereichten Arbeiten bezeichnete Hermann Herzog als überwältigend.

Gemeindeammann Toni Mösch sprach in seinen Begrüssungsworten von einer Zeitepoche von 210 Millionen Jahren, die jetzt sichtbar werde. Die Gegenwart dokumentiere sich mit einer neuen Verkehrsanlage, einem Kreisel. Nach all diesen Worten und der musikalischen Umrahmung durch die Musikgesellschaft Frick war der ersehnte Zeitpunkt für die Enthüllung des Kunstwerkes gekommen. Monika Hüsser als Ideengeberin und Daniel Schwarz als Künstler war es vorbehalten, unter dem Applaus der über tausend Zuschauer das Tuch zu entfernen und den Blick auf den «neugeborenen» Dino freizugeben.

Zeichnungen im Internet: Beispiele des Zeichnungswettbewerbes können ab Dienstag unter www.az-online.ch (Fricktal) abgerufen werden