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Aargauer Zeitung, 16.06.2009

Sauriermuseum faszinierte Experten

Von: Werner Hostettler

Anerkannte Dinosaurier-Forscher aus neun Ländern waren auch von den Fundstellen in Frick beeindruckt

 18 Dino-Forscher aus aller Welt bewundern die Exponate in Frick
 18 Dino-Forscher aus aller Welt bewundern die Exponate in Frick (Quelle: AZ)


Prominente Gäste in Frick: Eine Gruppe von 18 namhaften Wissenschaftern aus der ganzen Welt schloss ihr mehrtägiges Schweizer Stegosaurier-Symposium mit einem Besuch im Sauriermuseum und in der Tongrube ab.


Es war ein in dieser Zusammensetzung erstmaliger Besuch im Sauriermuseum Frick, bestand doch die Delegation aus Wissenschaftern aus Deutschland, den USA, Kanada, Japan, Frankreich, Portugal, Spanien, Grossbritannien und Dänemark. Im Rahmen ihres Symposiums stellten die Delegationsteilnehmer im Sauriermuseum in Aathal, mit dem Frick gute Kontakte pflegt, ihre neuesten Forschungsresultate vor. Mit in Frick dabei war auch Brent Breithaupt, anerkannter Spezialist derjenigen Dinos, die im US-Bundestaat Wyoming gefunden wurden und zu denen auch die Stegosaurier gehören.

Hoch aufragende Platten
An diese pflanzenfressenden Plattenechsen wagte sich übrigens nicht einmal der zwölf Meter lange Allosaurus heran, denn auf seinem sieben Meter langen Rücken trug der Stegosaurus grosse, hoch aufragende Platten. Zudem konnte ein Schlag mit seinem 60 Zentimeter langen und von Stacheln besetzten Schwanz absolut tödlich sein. Dies allein war es denn auch, was der Allosaurus fürchtete, denn mit Klugheit konnte der Stegosaurus nicht gross auftrumpfen, wog doch sein Gehirn nur gerade mal 70 Gramm. Der Stegosaurus lief auf allen Vieren, gehörte aber zu den Vogelbeckendinosauriern.

Unter den prominenten Gäs- ten im Sauriermuseum war auch Professor Philipp Currie aus Alberta in Kanada, der als einer der bedeutendsten Raubdinosaurierspezialisten der Welt gilt und bereits zahlreiche Bücher und Publikationen zu diesem Thema verfasst hat. Wie ausnahmslos alle anderen Delegationsteilnehmer, zeigte auch er sich restlos begeistert sowohl von den Funden als auch dem Sauriermuseum in Frick.

«Eminente Bedeutung»
Seine durchwegs positiven Eindrücke hielt Currie im Gästebuch so fest: «It?s amazing, that some of the best paleomuseums are in small towns. Congratulation!» Die Feststellung eines solch anerkannten Wissenschafters, es sei erstaunlich, dass sich einige der besten paläontologischen Museen in kleinen Städtchen befinden, freute natürlich ganz besonders Museumsleiterin Monica Rümbeli, die gegen- über der AZ festhielt: «Solche Besuche geben unserem Sauriermuseum in der Fachwelt eine eminente Bedeutung.»

Es seien während des Besuchs in Frick nicht nur unzählige Fragen gestellt und zahlreiche Fotos gemacht worden, so Monica Rümbeli weiter, die Gäste hätten sich auch restlos fasziniert vom Raubdinosaurier und dessen Präsentation gezeigt. «Sie genossen das speziell kreierte Dinosaurier-Partybrot, das ihnen der Gemeinderat im Rahmen des Apéros offerierte.»