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Neue Fricktaler Zeitung, 18.01.2007

Rekord im Sauriermuseum

Von: Martin Binkert

Fricker Museum als wichtiger Anziehungspunkt

229 Führungen ? ein Rekord ? und 7960 Besucher verzeichnet das Saurier-museum Frick für das Jahr 2006. Die Fricker Saurier sind auch im Sauriermu-seum Aathal präsent.

Monika Rümbeli führte letztes Jahr 164 Führungen durch. Monika Rümbeli führte letztes Jahr 164 Führungen durch. (Foto: Martin Binkert)

FRICK. Monika Rümbeli, Leiterin des Saurier-museums Frick, freut sich: 229 Führungen, so viele wie noch nie, wurden im 2006 durchgeführt. Mit rund 8000 Besucherinnen und Besuchern wurde die zweithöchste Besucherzahl seit 2001 erreicht und dies bei einer Öffnungsdauer von nur sechs Stunden pro Monat. Die Führungen, die in der Regel ausser der regulären Öffnungszeiten durchge-führt werden, dauern zirka eine Stunde und kosten 50 Franken. Am meisten Anfragen bekommt die Museumsleiterin von Schulklassen, aber auch Vereine, Senioren-gruppen und Firmen fragen danach. Auch bei Familienanlässen, Geburtstagen oder Klassentreffen sind Führungen willkommen. Firmen haben sogar nach englisch gesprochenen Führungen nachgefragt, was ebenfalls angeboten wurde.Die Zahl der Besucher und Führungen ist beachtlich, wurden seit 2001 doch jährlich rund 200 Führungen durchgeführt. Dies bestätigt die Attraktivität des Sauriermuseums als wichtiger Anziehungspunkt für Frick.

Bei den Eintritten an den Sonntagen wurden letztes Jahr erstmals schulpflichtige und nichtschulpflichtige Kinder getrennt erfasst. «Ich wollte dadurch feststellen, wie die Familienstruktur ist», sagte Monika Rümbeli. Das Resultat ist überraschend, besuchten doch mehr nichtschulpflichtige Kinder (762) als schulpflichtige (750) das Museum.

Beachtlich ist auch die Summe der Eintritte. Im 2001 wurde mit 7930 Eintritten ein Rekord erzielt, gefolgt von 2006 mit 7198 Eintritten. Am wenigsten Eintritte wurden 2003 gezählt, nämlich 5384. «Die Eintritte hängen immer auch vom Wetter ab», urteilte Rümbeli. Ab dem 1. Februar werden die Eintrittspreise um je einen Franken angehoben. Erwachsene bezahlen dann neu vier und Kinder zwei Franken.

Letztes Jahr sorgte die Sendung «Fensterplatz» des Schweizer Fernsehens, die das Sauriermuseum in ihrem Film über das Fricktal vorstellte, für ein sehr gutes Echo. Die Fricker Saurier sind auch in der Spezialausstellung «Saurier der Schweiz» im Sauriermuseum Aathal präsent.

Grabung abgesagt
Nicht zustande kommen dürfte eine durch ein Museum in Den Hag geplante und finanzierte Grabung, da das Museum die Funde nicht nur als Leihgabe, sondern als Eigentum haben möchte.

Die letztes Jahr gefundenen Skelette eines Raubsauriers (die NFZ berichtete) werden durch Ben Pabst präpariert und anschliessend durch zwei Studenten der Uni Zürich unter der Leitung von Professor Winand Brinkmann für ihre Abschlussarbeiten wissenschaftlich ausgewertet. Inzwischen zeigte sich, dass neben den bisher bekannten Skelettteilen ? Becken und Wirbelsäulen ? auch zwei Saurierarme mit Fingern gefunden wurden. Besonders an diesem auf 2,5 Meter gross geschätzten Exemplar sind die vier Finger, wobei jeweils einer zurückgebildet ist. Vielleicht handelt es sich um eine Übergangsform. «Denn die Saurier entwickelten sich als Tier mit fünf Fingern zu Tieren mit zwei Fingern», meinte Ben Pabst. Die genaue Saurierart, zu denen dieser Fund gehört, ist noch nicht bestimmt. Der Pälontologe vermutet, bei den in Frick gefundenen Skelettteilen könnte es sich um die Art Liniensternus handeln, eine Raubsaurierart, die bis fünf Meter gross werden konnte.

Fricker «Nische» in der Sonderausstellung «Saurier der Schweiz» im Sauriermuseum Aathal. (Fotos: Martin Binkert)
Fricker «Nische» in der Sonderausstellung «Saurier der Schweiz» im Sauriermuseum Aathal. (Fotos: Martin Binkert)

Neue Schilder, Wälchligarten Schilder führen zum Klopfplatz
Schilder führen zum Klopfplatzund zum Wälchligarten. Auch ausserhalb des Museums tat sich einiges. So wurde der Weg zum Wälchligarten und zum Klopfplatz in der Tongrube Gruhalde ab der Bahnüberführung Richtung Tonwerke Keller ausgeschildert. Sehr ärgerlich sind Beschädigungen aufgrund von Vandalismus im Wälchligarten. Dieser mit einer Grillstelle ausgestattete Garten war mit sehr vielen Fronstunden gratis für die Öffentlichkeit erstellt worden und stellt ein Kleinod dar. Neu wird dieser Platz abgeschlossen und der Schlüssel nur auf Anfrage abgegeben. Für Ärger sorgte auch eine besprayte Informationssäule des Saurierlehrpfades, die nur mit viel Aufwand gereinigt werden konnte. (mbi)