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Neue Fricktaler Zeitung, 02.02.2006

Wie findet man einen Dinosaurier?

Von: Yvonne Zoller

Das Sauriermuseum Frick stellt die Arbeit der Paläontologen vor

Ein neuer Film im Sauriermuseum Frick zeigt wie die Paläontologen bei einer Grabung arbeiten. Der Film wird heute Donnerstag und am Samstag den Besuchern vorgestellt.


Der Boden gibt die Fossilien nur nach mühsamer Kleinarbeit frei. (Foto: zVg)

FRICK. Nachdem die Tonwerke Keller AG 2004 begannen die fosilienhaltige Schicht für die Backsteinproduktion abzutragen, kamen erneut Knochen zutage. Die Saurierkommission wurde informiert und zwei Paläontologen entschieden nach der Begutachtung der gefundenen Knochen, dass es sich lohnen würde eine Grabung vorzunehmen. Finanziert wurde diese zu einem Teil über das Naturama Aarau. Sechs Tage standen den Forschern zur Verfügung um an der betreffenden Stelle nach Dinosaurierknochen zu suchen und diese zu bergen. An der Ausgrabung beteiligt waren die Paläontologen Ben Pabst und Esther Premru, sowie der Münchwiler Elmar Meier.

Museumsleiterin Monica Rümbeli aus Frick begleitete die Ausgrabung mit der Kamera. «Zunächst sollten die Aufnahmen vor allem die Grabung festhalten», erinnert sie sich. Erst später entstand die Idee, das Filmmaterial zu einer Dokumentation zusammen zu stellen. Denn viele Fragen, vor allem der Kinder, drehen sich um das Finden und Präparieren von Fossilien. Diese Erfahrung hatte Monica Rümbeli bei ihren Führungen durchs Museum gemacht.

Aufräumen mit falschen Vorstellungen
«Vor allem die Schüler», so Rümbeli, kämen immer wieder mit falschen Vorstellungen wie die Knochenfunde gemacht und präpariert werden. «Die Kinder haben oft keine Ahnung davon, wie die Fossilien im Boden eingebettet sind. Sie glauben man müsse die Knochen einfach nur auflesen». Der Film zielt deshalb vor allem auf die jungen Museumsbesucher. Er zeigt anschaulich und ohne viele Worte welch diffizile Arbeit bei einer Ausgrabung geleistet wird. Oft sind die Paläonotologen mit dem Sackmesser oder Pinsel zugange, weil die gefundenen Fossilien mit aller Vorsicht vom Untergrund gelöst werden müssen. Die Konservierung verlangt ebenfalls Fingerspitzengefühl. Mit Folie und Gips werden die Stücke transportfähig gemacht.

In vielen Arbeitsstunden am Computer hat der Ehemann Robert Rümbeli die Aufnahmen seiner Frau zu einem interessanten Film, nicht nur für die jungen Museumsbesucher, zusammen geschnitten. Er soll heute Donnerstag um 19 Uhr und am Samstag um 16 Uhr erstmals im Sauriermuseum gezeigt werden. Zuvor gibt Monica Rümbeli eine theoretische Einführung in die Geologie und eine Führung durchs Museum mit dem Schwerpunkt Ausgrabungen.