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Aargauer Zeitung, 18.05.2006

Paläontologische Weltgeschicht

Von: Werner Hostettler

Was der Fund vorab für die Gemeinde Frick und ihr Sauriermuseum, aber auch für die Wissenschaft bedeutet, fasst Gemeinderätin Heidi Birrer, zugleich Präsidentin der Saurierkommission, so zusammen:

«Fossilienfundstellen haben eine vielfältige Bedeutung, sie sind sowohl die Grundlage der wissenschaftlichen Forschung und Teil des nationalen Erbes als auch eine Stätte der Bildung und der Erholung für eine breite Öffentlichkeit. Dies trifft für die Fundstelle «Gruhalde» und das Sauriermuseum Frick, verbunden mit dem Dinolehrpfad, gleichermassen zu. Die Tongrube Frick ist ja nicht nur eine der bedeutendsten Fundstellen für Dinosaurierskelette in Europa, sondern für den pflanzenfressenden Plateosaurier sogar noch die einzig zugängliche.

Was wir uns jahrelang erhofft haben, nämlich nicht nur Raubsaurierzähne, sondern irgendwann auch ein Raubsaurierskelett ausgraben zu können, ist nun mit dem neuesten Fund Wirklichkeit geworden. Solche Ereignisse setzen voraus, dass der Saurierkommission kompetente Leute zur Verfügung stehen und dass mit den Tonwerken Keller AG konstruktiv zusammengearbeitet werden kann. Glücklicherweise trifft dies alles in Frick zu.

Die erstmals geborgenen Skelettreste eines fleischfressenden Dinosauriers bedeuten nun eine Riesenbereicherung für die Wissenschaft, den Fundort und das Sauriermuseum. Und sollte sich nach erfolgter Präparation und wissenschaftlicher Bearbeitung herausstellen, dass es sich um eine bis anhin noch nicht bekannte Raubsaurierart handelt, dann dürfte der Name Frick definitiv paläontologische Weltgeschichte schreiben.»